UNSER TEE

Alle Ökotopia-Teespezialitäten
sind Selbstverständlich aus kontrolliert
biologischem Anbau und fair gehandelt

DIE HERKUNFT

Bis der Tee hier bei uns abgefüllt wird,
hat er eine lange Reise hinter sich.

Zitat Gautam Mohan, Director Tea Promotors India:

Darjeeling Tee ist keine normale Ware. Um unseren Qualitätsansprüchen gerecht zu werden muss der Prozess der Entstehung des Tees jeden Tag einzeln betrachtet werden. Einen guten Bio Darjeeling herzustellen ist wie jeden Tag eine neue Flasche guten Wein zu produzieren.

Sehr gerne sind wir bei unseren Handelspartnern von Tea Promotors India zu Gast. Bei unserem letzten Besuch trafen wir Gautam Mohan im Teegarten Selimbong. 1866 gegründet, gehört er zu den älteren Teegärten im Darjeeling. Der Teegarten liegt in Höhen zwischen 1.180 und 1.655 Meter über dem Meeresspiegel. Vom nahe gelegenen Tiger Hill hat man einen atemberaubenden Blick auf den Sonnenuntergang vor der grandiosen Kulisse des Mount Everest. Gautam gibt uns Einblicke in sein Familienunternehmen und in die Kunst des Bioteeanbaus.

VOM BLATT BIS ZUR TASSE: SCHWARZER TEE

Pflücken: Die Pflückregel für hochwertige Tees lautet: two leaves and a bud, d.h. nur die Knospe jedes Blatttriebes mit den zwei oberen Blättern wird geerntet.

Welken: Die gepflückten Blätter werden auf Welk-Gestellen ausgebreitet. Wichtig ist, dass der Tee gleichmäßig gewelkt wird, da die bei dem Welk Prozess ablaufenden chemischen Reaktionen entscheidend die Qualität des späteren Tees beeinflussen.

Rollen: Nun werden die Teeblätter gerollt. Dabei werden die Blattzellen aufgebrochen und Zellsaft tritt aus – er bestimmt maßgeblich die Farbe und das Aroma des Tees. Die Reaktionswärme des Rollprozesses beschleunigt den Fermentationsprozess.

Trocknen: Nachdem der Fermentationsprozess abgeschlossen ist kommen die Teeblätter in Heißlufttrocknern mit bis zu 95°C. Der Zellsaft trocknet an den Blättern und verleiht dem Tee seine dunkle Farbe.

Lernt unsere Handelspartner kennen

Nepal: Kanchanjunga Tee Anbau als zuverdienst

Die Kanchanjunga Tee Kooperative im Nordosten Nepals befindet sich in einem der höchsten Anbaugebiete der Welt, unweit der indischen Darjeeling-Anbauregion.
Etwa 290 Familien bewirtschaften in Selbstversorgung ihre kleinen Parzellen, der Anbau von Tee sichert ihnen eine ergänzende Einnahmequelle.
Seit Jahren ist die Produktion komplett auf biologischen Anbau umgestellt; der Tee ist extrem unbelastet und rückstandsarm.

Der Tee Anbau ist für die Bauern ein Zuverdienst zum Anbau von Mais, dem Hauptlebensmittel und auch der Hauptanbaupflanze. Die Frauen übernehmen das Pflücken, die Männer die Bewirtschaftung der Felder und die Verarbeitung der Blätter.
Die Mitglieder der Kooperative haben geregelte Arbeitszeiten, ihre Familien wohnen kostenlos und werden medizinisch betreut. Für Kinder besteht bis zum 14. Lebensjahr Schulpflicht.
An der Fabrik der Kooperative, in der die Teeblätter veredelt werden, können Bauern und Arbeiter Anteilseigner werden.

Japan: Shimdozono Biofarm

Am Südende der Insel Kiushu in der Präfektur Kagoshima liegen die Anbauflächen unserer Japantees. Die Biofarm auf Kiushu war der erste Teegarten in Japan der sich nach den Kriterien der EU-Bio-Verordnung erfolgreich zertifiziert hat. Das milde Wetter und die fruchtbaren Böden machen Kagoshima zu einem der herausragenden Teeanbaugebiete Japans.
Das von Hajime son geführte Familienunternehmen stellt auf Basis von bis ins 7.Jahrhundert zurück reichender japanischer Tradition Halbschattentees her. Hierfür werden die Pflanzen einige Wochen vor der Ernte mit speziellen Netzen (jap. Kabusè) beschattet. Dies kommt den natürlichen Standortbedingungen des wilden Teestrauches nahe. Schattentee bildet mehr Wirkstoffe und entwickelt ein besonders duftiges, frisches Aroma. Durch eine besondere Art der Dämpfung und Aufbereitung gleich nach der Ernte werden Vitamine, Catechine und Gerbstoffe sowie die feinen Aromakomponenten des Teeblattes bestmöglich aufgeschlossen.

Ruanda Rukeri, Kooperative Assopthe, Biopioniere im Herzen Afrikas:

Im Norden Ruandas, unweit der Landesgrenze zu Uganda, liegt das Rukerital auf etwa 1800m in dem seit 1975 Tee angebaut wird. Die Lage des Tals knapp unterhalb des Äquators ermöglicht eine ganzjährige Produktion, die in der Teefabrik von Sorwarthe die auf 2000m über dem Tal thront, veredelt wird. Etwas 4500 Kleinbauern haben sich in der Kooperative von Assopthe zusammengeschlossen, die auch an der Teefabrik beteiligt ist.

Der Mehrpreis, den die Teebauern der Kooperative Assopthe erhalten, wird unter anderem für einen
Rücklagenfonds verwendet, auf den die Bauern für Investitionen und in Notlagen zurückgreifen können. Zudem wird die Finanzierung zahlreicher Projekte ermöglicht. Sowohl die Kooperative Assopthe als auch die Sorwathe Teefabrik verfolgen bei ihrer Arbeit ein ganzheitliches Konzept. So konnte im Laufe der Jahre eine hervorragende Teequalität erzielt und die Erntemenge kontinuierlich gesteigert werden. Assopthe hat als erster Teeanbauer in Ruanda auf Bio-Anbau gesetzt.

Teegarten Quingshan: Feinster Bio-Tee aus dem Herzen Chinas

Der Teegarten Quingshan liegt in der zentral in China gelegenen Provinz Hunan. Auf einer bergigen Halbinsel mit Höhen bis zu 750m, fernab von größeren Siedlungen und Industrieanlagen ist dies der ideale Standort für einen Teegarten in dem ausschließlich kontrolliert ökologischer Tee produziert werden. Auf der gesamten Halbinsel wird ausschließlich ökologisch Landwirtschaft betrieben. Der Garten ist nur mit dem Boot zu erreichen, da die nächsten Straßenanbindungen ca. 7 Kilometer entfernt sind.

Über ein Bonussystem das der Förderung des ökologischen Landbaus und der Steigerung der sozialen Standards der landwirtschaftlichen Arbeiter dient, wurde in den letzten Jahren u.a. der Aufbau einer Kompostwirtschaft begonnen und die örtliche Schule gefördert, welche die Kinder der Landarbeiter besuchen. Mittelfristig soll Quingshan auch über eine Straße erreichbar seien um den Teegarten attraktiver für die nicht ansässigen Landarbeiter zu machen.

Indien: Darjeeling Selimbong

Selimbong, 1866 gegründet, gehört zu den älteren Teegärten Darjeeling. Der Teegarten liegt in Höhen zwischen 1.180 und 1.655 m über dem Meeresspiegel. Vom nahe gelegenen Tiger Hill hat man einen atemberaubenden Blick auf den Sonnenuntergang vor der grandiosen Kulisse des Mount Everest.
Heute gehört Selimbong zum Pachtbesitz unseres Partner Tea Promotors India, der sich wie Ökotopia komplett dem biologischen Anbau und dem fairen Handel verschrieben hat. Seit 1999 wird der Tee nach Demeter Standards angebaut. Selimbong hat einen Sozialfonds, in den ein festgelegter Anteil der Gewinne einfließt. Dieser wird von gewählten Vertretern der Beschäftigten selbst verwaltet.

Guter Tee köstlich zubereitet

Es gibt fast so viele verschiedene Zubereitungsarten wie Teesorten, deshalb geben wir hier einen allgemeinen Überblick über die Geheimnisse einer guten Teeküche.

Vorbereitung:

Als erstes müssen Sie natürlich Wasser zum Kochen bringen, Leitungswasser genügt im Allgemeinen. Es sollte allerdings weiches Wasser sein. Ist Ihr Leitungswasser zu hart oder von Chlor belastet, hilft Ihnen ein Wasserfilter. Es empfiehlt sich, die Teekanne inklusive Deckel mit kochendem Wasser gut vorzuwärmen. Wir empfehlen das Zwei-Kannen-System. In der einen Kanne lassen Sie den Tee ziehen, anschließend gießen Sie ihn – über einen Filter – in die andere Kanne.

Wie viel?

2 Gramm Teeblätter genügen im Allgemeinen für eine Tasse Tee. Bei Schwarztee ist das ungefähr ein Teelöffel voll. Teekenner richten die Idealmenge sogar nach der Tee-Sorte, der Härte des Wassers, ja nach dem Jahr der Ernte aus. Letztendlich ist Ihr persönlicher Geschmack entscheidend. Fangen Sie mit einer geringen Menge an und steigern sie langsam, bis Sie es Ihnen am besten schmeckt.

Wie heiß?

Nur die Schwarztees werden mit kochendem Wasser aufgebrüht. Grüntees und andere teilfermentierte Tees und feine Schwarztees sollten bei 65 bis 90 Grad aufgegossen werden; optimal für den Darjeeling z.B. sind 90 bis 95 Grad. So bleiben wertvolle Inhaltsstoffe und der feine Geschmack voll erhalten. So mancher japanische Grüntee will sogar mit höchstens 50 Grad Wassertemperatur noch schonender zubereitet werden.

Wie lang?

Die große Frage nach der Ziehzeit ist tatsächlich nicht so leicht zu beantworten. Sie reicht von 20 Sekunden bis 5 Minuten bei Schwarzen und Grünen Tees, bei Weißen Tees gar bis zu 10 Minuten. Die alte Regel, dass bis zu drei Minuten gezogener Tee anregend wirkt, ab fünf Minuten aber beruhigt, ist nur im ersten Teil richtig. Das anregende Koffein löst sich tatsächlich in den ersten 2 bis 3 Minuten. Anschließend lösen sich die Gerbsäuren und neutralisieren das Koffein. Der beste Zeitpunkt, einen Tee abzugießen, ist eigentlich immer dann, wenn die oben schwimmenden Blätter zu sinken beginnen, während die unteren aufsteigen.

Schwarz mit, Grün ohne

Grünen Tee genießen Sie am besten pur. Auch bei schwarzen Tees empfehlen wir den Genuss ohne Zusätze, traditionell wird aber gerne Zucker, Honig, Milch, Rahm oder Zitrone zum Schwarztee genommen, hier kann Mandelmilch mit zurückhaltender Süße und sämig-nussigem Geschmack eine alternative sein. Denken Sie aber daran, dass selbst der stärkste Schwarztee von diesen Zusätzen einen mehr oder weniger großen Teil seines natürlichen Aromas einbüßt.